Skatepark Kaltenkirchen

 

Leistung: LP 1-8, Beteiligungsverfahren
Fläche Baufeld: ca. 3000m²
Fläche Skatepark: ca. 1500m²
Anlagentyp: Bowl, offener Flowpark und Street-Skatepark
Oberfläche: geglätteter Beton

 

 

Bauarbeiten am großen Bowl

 

Der neu geplante Skatepark an der Schirnauallee ersetzt die alte Skateanalge an der Barmstedter Straße, die dem Bedarf der Nutzer schon lange nicht mehr gerecht wurde. Ziel der Planung war die Herstellung einer modernen und bedarfsgerechten Anlage aus Ortbeton für sämtliche Rollsportgeräte.

 

Zu diesem Zweck wurden von der Stadtverwaltung Kaltenkirchen und unserem Büro zwei Beteiligungsworkshops durchgeführt. Zusätzlich wurde ein Fragebogen zu den Bedürfnissen der verschiedenen Nutzergruppen als Onlinebeteiligung veröffentlicht, den 184 Skater und Rollsportler ausgefüllt haben. Während in den Präsenzveranstaltungen überwiegend Jugendliche sowie Erwachsene Skateboarder und Rollstuhlskater  anwesend waren, haben sich Online größtenteils jüngere Altersgruppen sämtlicher Rollsportgeräte beteiligt. Im Ergebnis war der Wunsch nach Flow-Elementen (organisch geformten Rampen, die sich durch einen besonders guten Fahrfluss auszeichnen) besonders ausgeprägt. Es wurden aber auch klassische „Skatepark-Obstacles“ und Street-Hindernisse gewünscht, wie Rails, Curbs, Ledges, Banks, Quarterpipes und Hips.

 

 

Der Standort an der Schirnauallee befindet sich auf dem hinteren Grundstück einer alten Tennisplatzanlage und ist fast vollständig eingefasst von Bäumen und zwei Aufschüttungen Richtung Westen. Die Fläche ist umringt von Grünflächen, bietet ausreichend Platz für die geplante Anlage und verfügt darüber hinaus noch über Erweiterungspotenzial. Allerdings ist das Areal bislang noch etwas abgelegen. Deshalb beabsichtigt die Stadt perspektivisch ergänzendes Programm auf dem Grundstück, auch um mehr öffentliche Kontrolle zu erreichen.

 

Der Skatepark teilt sich in 4 Zonen, die die gewünschten Hindernisse, unterschiedliche Schwierigkeitsstufen und sämtliche Rollsport-Disziplinen abbilden. Sie können separat und im südlichen Teil auch auf verschiedene Weise im Verbund gefahren werden:

 

Die „Skatepark-Section“ bietet alle wesentlichen Hindernisse, die ein Skatepark braucht und verbindet diese durch gezielt gesetzte Flowelemente. Darüber hinaus ist mit dem „Michaelis Kirchen-Wallride“ ein Hindernis mit lokalem Bezug und als besondere Herausforderung vorgesehen. Diese Zone richtet sich in erster Linie an Fortgeschrittene.

 

Die „Street Section“ bietet die Basishindernisse Curb, Flatrail und Wheelietable, ist beidseitig von einer kleinen, langen Quarterpipe und einer Chinabank mit Slappycurb gefasst und schafft mit den langen Anlaufflächen auch Raum für Flatlandtricks. Hier kommen Anfänger und Fortgeschrittene auf ihre Kosten. Auch für Skatekurse eignet sich die Fläche ideal.

 

Der „offene Flowpark“ ist eine optionale Verlängerung der beiden Bereiche Street- und Skatepark-Section. Er lässt sich auch für sich fahren, ist über seichte Speedbumps und leicht vertieft mit dem Rest der Anlage verbunden und auch für Rollstuhlskater zu erreichen.

 

Der „Big-Bowl“ ist ein im Boden versenkter Flowpark, der zwei verschieden hohe „Miniramps“ von ca. 1,20m und 1,60m über eine Spine, diverse Corners, Hips und einen zentralen Volcano miteinander verbindet. Dabei bieten die zwei unterschiedlichen Höhen die Möglichkeit zur schrittweisen Steigerung von Standardmanövern. Das ganze Potenzial des Bowls entfaltet sich aber bei kreativer Nutzung. Diverse Lines, ein erprobter Fahrfluss und unendliche Kombinationsmöglichkeiten machen diese Anlage auch wettbewerbstauglich.     

  

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